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Q&A

Wald-Klimaschutz Schweiz

Waldklimaschutzprojekte

Für die landesweite Umsetzung von Wald-Klimaschutzprojekten wurde 2019 der Verein «Wald-Klimaschutz Schweiz» gegründet. Mit diesem Verein wird Waldeigentümern und Forstbetrieben in der Schweiz eine Plattform geboten, über die CO2-Projekte realisiert werden können. Der Verein ist zuständig für das Marketing, unterstützt beim Verkauf der CO2-Zertifikate und vertritt die Interessen seiner Mitglieder.

Der Verein Wald-Klimaschutz Schweiz setzt sich damit zum Ziel, bei Waldeigentümern und Forstbetrieben eine klimaoptimierte Waldbewirtschaftung zu fördern. Damit soll ein nationaler Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Die durch die klimaoptimierte Waldbewirtschaftung entstehenden notwendigen Aufwendungen, Verzichte und Verpflichtungen werden durch den Erlös aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten finanziert.

Zu diesem Zweck hat der Verein ein Programm für Wald-Klimaschutzprojekte in der Schweiz initiiert. Die Projekte sind so angelegt, dass mit einer geeigneten Bewirtschaftung ein CO2-Senkeneffekt erzielt wird, dabei bleiben die Schutz-/ Nutz- und Wohlfahrtsfunktionen des Waldes weiterhin gewährleistet. Waldeigentümer und Forstbetriebe können als Vereinsmitglieder ein individuelles, auf sie zugeschnittenes CO2-Projekt realisieren. Die Kosten für die Dokumentation eines solchen CO2-Projektes, sowie dessen Validierung und Verifizierung übernimmt jedes Mitglied selbst. Der Verein unterstützt und berät die Mitglieder bei der Realisierung des Projektes.

Der WKSS verfolgt mit seinen Projekten die folgenden Ziele:

Weiterhin Holz nutzen

  • Mit Förderung der Holzverwendung andere Baustoffe substituieren
  • Verbrauch von Schweizer Holz fördern
  • Kaskadennutzung des Holzes anstreben
  • Holz verbauen verursacht weniger graue Energie 
  • Holznutzung nur in geringem Mass reduzieren 
  • Holznutzung unabdingbar für Finanzierung des Forstbetriebes

 

Funktionalität des Waldes erhalten

  • Alle Waldleistungen auch in Zukunft sicherstellen

 

Entschädigung beim Waldeigentümer behalten

  • Leistungen, die sich der Bund anrechnet, den Waldeigentümern zukommen lassen
  • Waldeigentümer soll etwas vom «CO2-Kuchen» erhalten
  • Waldeigentümer soll seine Leistungen entschädigt erhalten

 

Nachhaltig aufgebaute Wälder mit geeigneten Strukturen

  • Gesunde, zuwachskräftige Wälder
  • Mit höheren Vorräten mehr CO2 binden
  • Mit optimaler Vorratshöhe maximalen Zuwachs realisieren
  • Maximale Senkenleistung mit optimierter Holzproduktion

 

Beitrag leisten an CO2-Problematik

  • Kleinen Beitrag zur Senkung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre leisten
  • Vorübergehender Beitrag zur CO2-Problematik leisten
  • Zeit gewinnen im Zusammenhang mit CO2-Problematik
  • CO2-Erlös soll Risiko für Waldeigentümer und langfristige Verpflichtung entschädigen
  • Glaubwürdig sein (vor Ort erleb- und kontrollierbar)

Der Wald ist ein grosser Kohlenstoffspeicher. Das Paris Agreement verlangt, dass Kohlenstoffspeicher im Wald zu sichern und zu erhöhen sind. In temperierten Zonen sind 800 bis 1’000 Tonnen CO2-Äquivalente in einem Hektar Wald gespeichert. 50% der Biotrockenmasse sind reiner Kohlenstoff C. Lebende grüne Pflanzen, wie auch Bäume nehmen CO2 aus der Luft auf und bauen mit Hilfe des Sonnenlichtes das C in die Biomasse ein. Bäume wachsen in die Höhe und sie legen jedes Jahr einen Jahrring an Durchmesser zu. Stirbt ein Baum ab, wird er meist über viele Jahre langsam zersetzt. Dabei wird der gebundene C wieder als CO2 in die Atmosphäre abgegeben. Eine Tonne C ergeben 3.667 Tonnen CO2. Das gleich geschieht, wenn Holz verbrannt wird. Betrachtet man nicht den einzelnen Baum, sondern den Wald als Ganzes, so bildet er einen grossen C-Speicher. Dieser ist nicht statisch. Im bewirtschafteten Wald halten sich im Konzept der Nachhaltigkeit Zuwachs und Nutzung die Waage, der mittlere Vorrat bleibt konstant. Im Naturwald halten sich Zuwachs und Zerfall die Waage. Der mittlere Vorrat im Naturwald ist jedoch mehr als doppelt so hoch wie im bewirtschafteten Wald. Im bewirtschafteten Wald werden die Bäume in der Regel geerntet lange bevor sie von Natur aus absterben würden. So ist eine 100-jährige Fichte ein grosser Baum, aber eigentlich noch jung. Sie könnte 300 Jahre alt werden. Doch mit dem Alter lässt die Holzqualität nach, es gibt Spechtlöcher, Fäulnis, Blitzschäden etc.

Im bewirtschafteten Wald gibt es einen gewissen Spielraum in der mittleren Vorratshaltung, ohne dass sich der Zuwachs ändern würde. Man kann einen montanen Fichten-Tannen-Buchenwald Wald z.B. mit einem mittleren Vorrat von 350 m3/ha oder aber 450 m3/ha oder mehr bewirtschaften.

Der Wald als Kohlenstoffspeicher geht in die nationale Klimabilanz ein. Das Paris Agreement verlangt in Artikel 5, dass Kohlenstoffspeicher im Wald zu sichern und zu erhöhen sind. Die Sicherung oder Erhöhung eines bestimmten Vorratsniveaus können als Klimaschutzprojekt dargestellt werden. Für die gewünschte Vorratshaltung im bewirtschafteten Wald gibt es Modellannahmen, wie oben beschrieben. Innerhalb bestimmter Rahmenwerten kann ein Waldeigentümer den Vorrat steuern, ohne dass die Multifunktionalität des Waldes eingeschränkt würde. Hat er, um im Beispiel zu bleiben, einen Vorrat von 400 m3/ha, so könnte er den auf 350 absenken und das Holz verkaufen. Er kann den Vorrat aber auch halten und den Zuwachs weiterhin nutzen, oder aber mit einer gewissen reduzierten Holznutzung den Vorrat auch auf 450 m3/ha erhöhen.  Im Sonderfall des Waldreservates wird ganz auf die Holznutzung verzichtet und der Vorrat nähert sich demjenigen des Naturwaldes an.

Projekte zur Sicherung oder Erhöhung des Holzvorrates im Wald tragen so direkt auch zur Erfüllung der nationalen Klimaziele bei. Waldprojekte dieser Art generieren Zertifikate für den freiwilligen Klimaschutz. Da der Wald bereits insgesamt in die Schweizer Klimarechnung eingeht, dürfen die Zertifikate nicht für Klimaverpflichtungen gegenüber dem Staat verwendet werden. Waldeigentümer werden für den potenziellen Nutzungsverzicht entschädigt.

Kritisiert werden sogenannte REDD-Projekte. Reduced Emissions from Deforestation and Degradation vor allem in den Tropen. In diesen Projekten wird die Verhinderung von Entwaldung und Degradation als Klimaschutzprojekt dargestellt. Dabei ist darzulegen, wie die Entwaldung oder Degradation des Waldes ohne Projekt sich entwickeln würde (Baseline). Wie viel Kohlenstoff würde so in die Atmosphäre emittiert? Dieses Szenario wird verglichen mit den reduzierten Emissionen mit Projekt. Man bewirkt mit dem Geld aus dem Zertifikateverkauf, dass Entwaldung und Degradation gebremst werden im Vergleich mit dem Baseline-Szenario. Solch Projekte sind meist sehr grossflächig angelegt und generieren so sehr grosse Mengen an Zertifikaten. Es geht um grossflächige Änderungen der Landnutzung. Wald wird in landwirtschaftliche Flächen oder Wohngebiete umgewandelt. Das kann durch brandrodende Kleinbauern geschehen oder aber von agroindustriellen Firmen initiiert werden. Solche Dynamiken aufzuhalten oder zu bremsen erfordern in der Regel regionale Entwicklungsprojekte, um eine bessere Nutzung des empfindlichen tropischen Bodens zu erreichen. Das kann bedeuten, dass tausende von brandrodenden Kleinbauern in der nachhaltigen Nutzung des Bodens geschult werden müssen. Die Grundidee von REDD ist daher grundsätzlich zu begrüssen, doch scheitern viele solche Projekte an der Finanzierung und an der mangelnden Umsetzung. Es wurden grosse Erwartungen geweckt, dass das CO2-Geld, diese Projekte nachhaltig macht. Dem ist jedoch oft nicht so. 

Die grosse Schwierigkeit bei diesen Projekten ist die Festlegung der Baseline. Was würde ohne Projekt auf den Flächen passieren? Da man es auf den Projektflächen selbst nicht mehr feststellen kann, weicht man auf Referenzgegenden aus, die eine vergleichbare Dynamik aber ohne Projekt aufweisen.  Es hat sich herausgestellt, dass die Annahmen für die Entwaldung und Degradation oft zu negativ waren. Der Klimaeffekt war also geringer als angenommen. Da immer die Differenz zwischen Baseline und Projektszenario angerechnet wird und sich im Nachhinein die Baseline als zu negativ herausstellt, dann hat man zu viele Zertifikate ausgestellt. Bei aller Kritik muss man auch feststellen, dass es auch erfolgreiche REDD-Projekte gibt.

In der Schweizer Waldprojekten zum Klimaschutz geht es nicht um die Verhinderung der Entwaldung oder Degradierung von Waldfläche. Die Waldfläche ist in der Schweiz sehr stark gesetzlich geschützt. Es geht bei den Projekten in der Schweiz um die Holzvorratshaltung im bestehenden Wald. Auch hier wird einem Baseline-Szenario (Wie wäre die Vorratshaltung ohne Projekt?) verglichen mit dem Projektszenario (Wie entwickelt sich der Holzvorrat mit Projekt?). Die Waldeigentümer sind eingebunden in die sehr strenge Waldgesetzgebung. Es geht in der Schweiz also nicht um die Verhinderung der Entwaldung oder die Degradation des Waldes wegen Übernutzung, sondern es geht um die Nutzung des fachlichen und gesetzlichen Rahmens für die Vorratshaltung im Wald.

Die Waldeigentümer verpflichten sich, den Vorrat zu erhöhen oder auf eine mögliche Senkung des Vorrates zu verzichten. Man verwendet eine Methode zur Durchführung von Klimaschutzprojekten im Wald gemäss der internationalen Norm ISO 14064-2. Sowohl die Methode wie auch jedes einzelne Projekt werden von einem unabhängigen Zertifizierer (TUEV NORD) geprüft. Die Projekte sind im Verein Wald-Klimaschutz Schweiz organisiert. Dieser unterstützt die Projekteigner darin, Projekte zu entwickeln und die Zertifikate auf dem Markt für freiwilligen Klimaschutz zu vermarkten. 

Schon seit einiger Zeit ist eine Entwicklung im Markt festzustellen, die weg von «exotischen» Klimaschutzprojekten hin zu inländischen führt. So stellt sich in der Schweiz allein schon Frage nicht, wem der Wald gehört. Das ist durch das Grundbuch gesichert. Die Projekte sind immer konservativ gehalten, das ist ein Grundsatz der ISO-Norm. Das heisst, dass die tatsächliche Klimaschutzwirkung der Projekte nicht überschätzt werden darf. Da an verschiedenen Stellen der Berechnungen die konservative Seite gewählt wird, wird tatsächlich viel mehr CO2 gespeichert als angerechnet wird. Es ist meist mehr als das Doppelte. Sollte ein Projekt tatsächlich unter den verpflichteten Vorrat fallen, so kann dieser im Rahmen des Projektes wieder aufgefüllt werden. Des Weiteren gehen 10 Prozent der Zertifikate in einen Risikopuffer. Das ist eine Realversicherung der Projekte untereinander. Schweizer Waldprojekte sind so gesehen robust gegen mögliche Verluste und vertrauenswürdig.

Die Erträge aus den Projekten kommen den Waldeigentümmer*innen zugute, welche das entsprechende Projekt durchführen. Diese bezahlen dem Verein Waldklimaschutz Schweiz einen Jahresbeitrag sowie eine kleine Abgabe pro verkauftes Zertifikat, um den Verein am Leben zu erhalten. Der Verein Waldklimaschutz Schweiz ist nicht gewinnorientiert und erzielt hieraus keinen Gewinn.

Der grösste Teil des Ertrages kommt direkt den Waldeigentümmer*innen zugute. Diese müssen das Geld so einsetzen, dass es wieder dem Wald zugutekommt. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld beispielsweise für das Durchforsten dichter Bestände, das Pflanzen von Jungbäumen, dem Zukauf von Dienstleistungen wie Maschinen eingesetzt wird.

Die Entwicklung eines CO2-Projekts kann grob in 6 Schritten zusammengefasst werden. Da jedoch jedes Projekt individuell erarbeitet wird, kann es zu Änderungen in der Reihenfolge, sowie im Inhalt der einzelnen Schritte kommen.

Schritt 1: Information – Was ist der Verein WKSS
Um herauszufinden, was der Verein Waldklimaschutz Schweiz anzubieten hat, wie unsere Projekte im Groben aufgebaut sind und wer die entsprechenden Ansprechpersonen sind. besuchen Sie: www.wald-klimaschutz.ch
Schritt 2: Vorprüfung Machbarkeit – Ist mein Projekt geeignet?

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird abgeklärt, ob Ihre Projektidee realisierbar ist. Dabei wird auf der Datenlage (Betriebsplan, Inventur) ein mögliches Projektszenario (inkl. Waldbauszenario und rechtliche Abklärungen) und eine Erlös-/ Kostenschätzung erarbeitet.

Schritt 3: Mitgliedschaft in Verein- Aufnahme in Verein WKSS

Mit einem machbaren Projekt steht einer Mitgliedschaft im Verein Wald-Klimaschutz Schweiz nichts im Wege. Mit der Aufnahme im Verein stehen Ihnen die Methodik und die Unterstützung der Geschäftsteile hinsichtlich des weiteren Projektverlaufs zur Verfügung.

 Schritt 4: Projektentwicklung – Erarbeitung Projektdokument

Die Erarbeitung des Projekts erfolgt auf Grundlage der IS0-zertifizierten /50 11064.21 Methodik des Vereins Wald-Klimaschutz Schweiz. Die Geschäftsstelle gibt gerne Auskunft über Ingenieurbüros, welche bereits Projekte für den WKSS entwickelt haben.

Schritt 5: Validierung / Verifizierung – Durch TÜV Nord

TÜV Nord validiert und verifiziert das Projekt gemäss der ISO Norm 14064-2.

Schritt 6: Projektregister – Vertrieb der Zertifikate
Mit der Aufnahme des Projekts ins Projektregister von Wald-Klimaschutz Schweiz wird der Vertrieb der Zertifikate möglich.

Bei der Umsetzung unserer Projekte stützen wir uns auf die Methodik der ISO-Norm 14064-2 «SILVACONSULT Forest Carbon Standard». Die Einhaltung dieser Norm wird jährlich durch den TÜV Nord verifiziert.

Die geografische Lage unserer Projekte ermöglicht es unseren Kunden, die Projekte zu besuchen. Sie können sich somit gerne selbst vor Ort von der Umsetzung überzeugen.

Die Nachhaltigkeit unserer Methodik wird gewährleistet, indem die Waldbesitzer:innen über 30 Jahre eine bestimmte Menge CO₂ in Form von Holzbiomasse bewusst im Wald speichern. Darüber hinaus sind die Waldbesitzer:innen verpflichtet, den Erlös wieder in ihren Wald zurückzuführen. Unsere Methodik nach ISO 14064-2:2019 ist vom TÜVund somit von professioneller unabhängiger Seite auf ihre Nachhaltigkeit geprüft.

Grundsätzlich erfolgt eine Entschärfung des Risikos, in dem die Zahlungen für das zurückliegende Jahr erfolgen und keine einmalige größere Summe ausgezahlt wird. Sollte die Vereinbarung auf Seiten des Waldbesitzers / der Waldbesitzerin nicht erfüllt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Es gehen 10 Prozent der jährlichen COGutschriften in einen Risikopool, welcher über alle Waldklimaschutzprojekte solidarisch hinweg gefüllt wird. Dieser wird vor allem herangezogen, um die bereits ausgestellten COGutschriften abzudecken, für die der Waldbesitzer bereits Zahlungen erhalten hat. Diese Abdeckung ist durch den solidarischen Charakter der “Risikoversicherung” gesichert. Bevor aus dem Risikopool Gutschriften zur Schadenskompensation herangezogen werden, muss der Schaden durch einen externen Forstexperten festgestellt und beurteilt werden.
  • Sollte das Schadereignis eine Größenordnung haben, welches den Vorrat auf allen Flächen praktisch auf Null absenkt, werden die Zahlungen in den darauffolgenden Jahren ausgesetzt, bis der Vorrat auf die vereinbarte Menge wieder aufgebaut ist. Der Vorrat kann auch temporär unter den Mindestwert fallen (z.B. durch Schadereignis). Wichtig ist, dass spätestens am Ende der Laufzeit die Bilanz wieder stimmt.

Verletzt der Waldbesitzer seine Pflichten aus grober Fahrlässigkeit z.B. bei extensiver Übernutzung, müssen die bereits ausgestellten Gutschriften ersetzt werden.

Das BAFU hat dem Verein Wald-Klimaschutz Schweiz bereits 2017 in einem Schreiben bestätigt, dass keine Doppelzählungen zwischen dem freiwilligen Markt und dem nationalen Inventar gemäss Kyoto-Protokoll vorliegt, sofern die Käufer von solchen CO2 Gutschriften keine Treibhausgasemissionen ausserhalb der Schweiz kompensieren. Darunter fallen alle Emissionsquellen im Ausland als auch CO2 Emissionen aus dem internationalen Flugverkehr. Das entsprechende Schreiben wird im Downloadbereich der Website des WKSS zur Verfügung gestellt.

Zunächst sind Waldbrände in der Schweiz extrem selten. Wenn es brennt, dann sind das meistens kleine lokale Feuer, am ehesten noch im Tessin. Flächenmässig sind Feuer im Schweizer Wald vernachlässigbar. Wenn der Wald brennt, verbrennt jedoch nicht die ganze Biomasse. Einer der grössten Waldbände der Schweiz geschah 2011 oberhalb von Visp im Wallis. Mehrere Hektare Kiefernwald brannten lichterloh. Doch die Baustämme stehen heute noch 11 Jahre danach und darunter spriesst der neue Wald. Es ging vermutlich weniger als die Hälfte des C-Speichers verloren.

Die nachhaltige Nutzung von Holz als nachwachsender Rohstoff ist für den Erhalt der Holzwertschöpfungskette unverzichtbar. Der Wald soll im Rahmen von nachhaltigen Grundsätzen (Forstgesetz, PEFC-Richtlinien, FSC-Richtlinien etc.) weiterhin bewirtschaftet werden. Somit kann im Rahmen eines CO2-Waldklimaschutzprojektes mit Tree.ly gleichzeitig wie gewohnt Holz genutzt und CO2-Gutschriften verkauft werden.

Die nachhaltige Nutzung von Holz als natürlich nachwachsender Rohstoff ist für den Erhalt der Holzwertschöpfungskette unverzichtbar. Der Wald soll im Rahmen von nachhaltigen Grundsätzen (Forstgesetz, PEFC-Richtlinien, FSC-Richtlinien etc.) weiterhin bewirtschaftet werden. Somit kann im Rahmen eines CO₂-Waldklimaschutzprojektes mit Tree.ly gleichzeitig wie gewohnt Holz genutzt und CO₂-Gutschriften verkauft werden.

Hier finden Sie die Kontaktdaten mit aktuellen Telefonnummern und Emailadressen.

Geschäftsstelle:
Wald-Klimaschutz-Schweiz
Hauptstrasse 32
4437 Waldenburg
0800 77 87 79
info@wald-klimaschutz.ch

Projektentwicklung:
Hubertus Schmidtke
052 214 02 65
hubertus.schmidtke@silvaconsult.ch

Präsident des Vereins:
Frank Ehrsahm
079 876 93 50
frank.ehrsam@roche.ch

Zertifikatskäufer*innen

Käufer von CO2-Zertifikaten aus Wald-Klimaschutzprojekten, die nach der Methodik des Vereins Wald-Klimaschutz-Schweiz zertifiziert sind, können das Label des Vereins –  zur Kennzeichnung im Marketing oder der Öffentlichkeitsarbeit nutzen. Wir stellen unseren Käufern auf Wunsch folgende Informationen schriftlich zur Verfügung:

  • Zertifizierungsbericht
  • Projektdokumentation und -information
  • Bestätigungsurkunde über erworbene und stillgelegte Menge CO2
  • Bildmaterial
  • Kennzeichnungslabel

Unser Team hat eine Arbeitsversion unsere „Grundsätze“ – die mit einer erweiterten Arbeitsgruppe ausgearbeitet wurden – veröffentlicht.

Wir empfehlen einen Reduktionsplan, das Minimum ist jedoch „nur“ eine Bilanzierung

Der Verein Wald Klimaschutz Schweiz ist dein Vertragspartner. Wir sind von den Waldbesitzer:innen beauftragt, ihre Waldprojekte zu entwickeln, beim Zertifizierer einzureichen und die Zertifizierung durchzuführen. Ebenfalls sind wir exklusiv mit der Vermarktung und dem Verkauf der Projekte beauftragt. Wir finanzieren uns über einen Beitrag den die Projekteigner pro Tonne CO2 an uns jährlich oder einmalig entrichten.

Waldeigentümer*innen

Die Umsetzung eines Wald-Klimaschutzprojektes, das nach der Methodik und mit Unterstützung des Verein Wald-Klimaschutz-Schweiz umgesetzt wird, bietet Waldeigentümern und Forstbetrieben zahlreiche Chancen:

  • Waldeigentümer kann sich Senkenleistungen entschädigen lassen
  • Das CO2-Programm kann ein neues Standbein für Waldeigentümer werden
  • Leistungen der Waldeigentümer werden abgegolten
  • Waldeigentümer leisten mittelfristig einen Beitrag an die CO2-Problematik
  • Die CO2-Speicherleistung kann gesteuert werden
  • Eine Ausweitung auf den verpflichtenden Markt soll angestrebt werden
  • Eine Beteiligung am Programm kann Arbeitsplätze sichern
  • Waldeigentümer und Öffentlichkeit werden für Problematik des Klimawandel sensibilisiert
  • Alt- und Totholzanteil wird erhöht
  • Die Branche verbessert das Image
  • Flexible Lösungen sind möglich
  • Neue Naturwaldreservate bieten den grössten Nutzen

Generell ermöglicht die aktuell verwendete Methodik nach ISO 14064-02eine Umsetzung in allen temperierten und borealen Wäldern in Europa. Unsere Projekte sind aber nur in der Schweiz angesiedelt.

Ein vom Verein Wald-Klimaschutz-Schweiz zertifiziertes Wald-Klimaschutzprojekt trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei, da durch einen geringeren Holzeinschlag und einen Zuwachs der Biomasse im Wald deutlich mehr CO2 eingelagert wird.

In folgenden Fällen ist ein CO2-Projekt für einen Waldeigentümer sinnvoll:

  • Der Holzzuwachs ist grösser als die Nutzung
  • Der Hiebsatz ist höher als die Nutzung
  • Der Vorrat ist sehr hoch und soll aus waldbaulichen Gründen abgebaut werden – der Zeitraum für den Abbau wird verlängert oder der Vorrat wird weniger stark abgebaut
  • Ein Naturwaldreservat soll ausgewiesen werden
  • Die Holznutzung soll bewusst reduziert werden

Die Pflicht der Waldbesitzer:innen besteht darin, innerhalb von 30 Jahren einen nach ISO:14064/2 bestimmten Holzvorrat zu erhalten oder aufzubauen. Ebenfalls muss der Erlös aus dem Verkauf der CO₂-Gutschriften in den Wald reinvestiert werden.

Grundsätzlich erfolgt eine Entschärfung des Risikos, in dem die Zahlungen für das zurückliegende Jahr erfolgen und keine einmalige größere Summe ausgezahlt wird. Sollte die Vereinbarung auf Seiten des Waldbesitzers nicht erfüllt werden, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Es gehen 10 Prozent der jährlichen CO₂ Gutschriften in einen Risikopool, welcher über alle Waldklimaschutzprojekte solidarisch hinweg gefüllt wird. Dieser wird vor allem herangezogen, um die bereits ausgestellten CO₂-Gutschriften abzudecken, für die der Waldbesitzer bereits Zahlungen erhalten hat. Diese Abdeckung ist durch den solidarischen Charakter der “Risikoversicherung” gesichert. Bevor aus dem Risikopool Gutschriften zur Schadenskompensation herangezogen werden, muss der Schaden durch einen externen Forstexperten festgestellt und beurteilt werden.
  • Sollte das Schadereignis eine Größenordnung haben, welches den Vorrat auf allen Flächen praktisch auf Null absenkt, werden die Zahlungen in den darauffolgenden Jahren ausgesetzt, bis der Vorrat auf die vereinbarte Menge wieder aufgebaut ist. Der Vorrat kann auch temporär unter den Mindestwert fallen (z.B. durch Schadereignis). Wichtig ist, dass spätestens am Ende der Laufzeit die Bilanz wieder stimmt.

Verletzt der Waldbesitzer seine Pflichten aus grober Fahrlässigkeit z.B. bei extensiver Übernutzung (Verfahren wegen Waldverwüstung), müssen die bereits ausgestellten Gutschriften ersetzt werden.

In Grundsätzlich alles, was dem Wohl des Waldes zugutekommt. Das geht vom Durchforsten von zu dichten Beständen, über das Pflanzen von Jungbäumen, bis hin zum Zukauf von Dienstleistungen oder Maschinen, die für die Bewirtschaftung des Waldes notwendig sind.

Zu diesem Punkt lauten die Vertragsbedingungen wie folgt:

Die Verwendung des auf die Vertragspartnerin entfallenden Erlöses aus dem CO₂ Projekt darf ausschließlich für forstliche Maßnahmen, dazu zählen u.a. Sach- als auch Personalaufwendungen, im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung der vom CO₂ Projekt umfassten Waldfläche, insbesondere der Einsatz der Mittel für waldbauliche Maßnahmen, welche nachvollziehbar zu einer besseren Waldstruktur und -textur führen und damit CO₂-Bindung beitragen und die Klimaresilienz des Waldes, etwa durch standortheimische, klimaangepasste Baumarten, fördern, verwendet werden. Der Nachweis über die zweckgemäße Verwendung ist auf Verlangen durch Vorlage der entsprechenden Belege zu erbringen.

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